Transkript - Online-Dating

 

Jasmin: Ich hatte mich angemeldet bei 'nem Online-Datingportal, weil ich 'nen Selbstbewusstseins-"Boost" brauchte.

 

Lisa: Hallo und herzlich willkommen zum spoken german podcast. Mein Name ist Lisa, ich bin Deutschlehrerin und ich möchte euch mit diesem Podcast helfen, euer Hörverständnis zu trainieren. In dieser Episode geht es um das Thema Online-Dating. Ich habe ein paar gute Freunde gefragt, was sie von Online-Dating halten und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. 

Hier ist mein Kumpel Vladi:

 

Vladi: Generell find' ich es eigentlich schon positiv, weil halt, so wie sich die Welt entwickelt hat, ist es [ein] bisschen schwieriger, Leute kennenzulernen, so auf unter Anführungsstrichen „natürliche“ Art und Weise, aber problematisch ist es teilweise schon, meiner Meinung nach, weil, was heißt denn Dating? Wir sind ja nicht… wollen ja nicht alle irgendwie das Gleiche vom Online-Dating und nicht alle verstehen das Gleiche unter diesem Begriff. 

 

Lisa: Hier ist meine österreichische Freundin Jasmin:

 

Jasmin: Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen beim Online-Dating. Online-Dating in den alten Zeiten, wo es eine Online-Datingplattform gab, oder vielleicht Dinge wie Parship oder match.com oder was auch immer, auf der Seite find' ich es okay, weil’s semi-seriös ist. Auf der Seite von Tinder und Co. finde ich‘s nicht okay, bin ich dagegen.

Lisa: Was genau gefällt dir nicht an Tinder? Ist es einfach die Oberflächlichkeit, wie man Leuten da entgegentritt?

Jasmin: Ja, und was mir an Tinder besonders nicht gefällt, ist, niemand auf Tinder sucht 'ne ernsthafte Beziehung. Die suchen F....partner. „Oh, ich bin mal in Amsterdam für'n Wochenende, wen könnte ich den f…n?“ „Da sind 27 potentielle Bumspartner in deiner Gegend…“

 

Lisa: Christina äußerte eine ähnliche Kritik gegenüber Apps wie Tinder:

 

Christina: Was ich an Online-Dating total unschön finde, und da hab ich auch mal 'ne Doku irgendwie gesehen von 'ner jüngeren Reporterin, die selber, weil sie gerade Single ist, auf Männersuche gegangen ist und das mal ausprobiert hat, und eben über Tinder das gemacht hat, und die hat dann selber geschildert, dass sich bei ihr irgendwann diese Beliebigkeit eingestellt hat, dann hatte sie [irgend]wen kennengelernt und der war dann schon interessant und den mochte sie und man hatte auch echt das Gefühl, als man die so zusammen im Gespräch gesehen hat, das passt irgendwie, und sie hat gesagt, dann hat sie aber trotzdem diese Unruhe gehabt, weil da waren ja noch so viele Männer in ihrem Tinder-Profil, und dass man dann irgendwann denkt, ja der ist jetzt schon gut, aber vielleicht gibt’s jetzt wen, der ist noch besser, und vielleicht sollte ich doch weitersuchen. Und dass so wirklich Beziehungen und Menschen zur Ware werden und dass man das so wegkonsumiert und man auch irgendwie nie das Gefühl hat, man möchte sich jetzt wirklich festlegen, und das find' ich ganz schlimm.

 

Lisa: Hier ist meine Freundin Annika:

 

Annika: Also da ich ja seit Jahren schon diese Beziehung habe… Wobei das eigentlich auch mit Online-Dating angefangen hat! Morten war in meiner Klasse, und dann haben wir wegen des Jahrbuchs beim Abi... irgendwie haben wir ICQ-Sachen ausgetauscht. Und so hat das dann angefangen, dass wir dann irgendwie Freunde wurden, und dann mehr. Wenn ich jetzt Single wäre, also, ich denk' halt immer, ich hätte gar keine Zeit und auch nicht den Nerv für diese ganze "Daterei" und… weiß ich nicht. Also ich verurteile das nicht, ich glaube, das kann Sinn machen für viele Leute, aber ich glaub', das wär' mir irgendwie zu anstrengend. Aber ich weiß natürlich auch nicht, wenn ich jetzt zehn Jahre Single wäre und dann mir denke, okay, ich hätte jetzt doch mal wieder gern 'nen Freund, vielleicht würd' ich’s dann auch ausprobieren. Also, es erweitert halt den Kreis an Personen, die man kennenlernen kann, erheblich natürlich, auch so aus der eigenen "Cloud" raus sozusagen, also aus der eigenen Freunde-"Cloud", gibt’s ja noch ganz viele andere Leute, die die gleichen Interessen vielleicht haben oder so, die man natürlich super kennenlernen kann übers Internet. Also eigentlich ist das wahrscheinlich 'ne super Sache, würde ich sagen.... Also, ich glaub', das kann auch 'ne Chance sein, einfach jemandem 'ne Chance zu geben, den man jetzt vielleicht so von Angesicht zu Angesicht nicht weiter beachtet hätte, aber wenn man sich gut unterhalten kann oder so… oder auch, man redet ja vielleicht auch über andere Sachen, oder tiefer-gehend über Sachen, also ich glaub', das kann auch gut sein. 

 

Lisa: Jasmin beschrieb einen etwas anderen Vorteil des Online-Datings:

 

Jasmin: Ich hatte mich angemeldet bei 'nem Online-Datingportal, aber nicht, weil ich jemanden treffen wollte, sondern weil ich 'nen Selbstbewusstseins-"Boost" brauchte. Da hatte ich mich angemeldet, um einfach mal mein Selbstbewusstsein [ein] bisschen aufzubauen. 

Lisa: Auch mal ein guter Grund! Obwohl das wahrscheinlich sehr viele unbewusst tun, ne? 

Jasmin: Bestimmt, ja. Die sagen alle, ich hab mich angemeldet, weil ich den Mann meines Lebens kennenlernen wollte, den Mann meiner Träume. Nee, manche melden sich auch nur an, um ihr Selbstbewusstsein aufzubauen, so wie ich! Ich hatte kein Interesse an... irgendjemanden daten und treffen und das war kurz, nachdem ich aus meiner langjährigen Beziehung raus bin, [da] musste ich mein Selbstbewusstsein einfach aufbauen und hab mich da angemeldet, mal geguckt, was da so los ist. Ich hab mich noch nie mit jemandem getroffen aus dem Online-Dating, nie. Ich war kurz davor, und hab dann zu einer meiner Freundinnen gesagt: „Kommste mit auf das Date, wenn ich geh'?“ Ich hab gesagt, sie soll einfach am Nebentisch sitzen und wir machen uns so’n Codewort aus, und dann muss ich schnell gehen. Aber dazu ist es nie gekommen. Dazu war ich dann doch zu feige.

 

Lisa: Hier ist die zweite Christina:

 

Christina: Also ich glaub nicht, dass ich viel dazu zu sagen hab, weil ich so was genau einmal gemacht habe. Ähm, also online, das war halt Timber, nee Tinder? Timber? Nee, ja, siehste, jedes Mal sag ich‘s verkehrt… Das hab ich einmal gemacht. Also ich fand’s erst ganz lustig, am Anfang, dachte mir, „oh ja, guck dir mal die ganzen Leute da an“, und denn… Also erstmal, was die meisten einen da anschreiben -- oh Gott, da greifst du dir ja an den Kopf! Da hab ich halt irgendwann mal einen gefunden, der war eigentlich ganz nett, mit dem hab ich mich auch getroffen, aber hat halt einfach überhaupt nicht gepasst. Ich hab dann aber auch gleich aufgegeben, muss ich ganz ehrlich sagen, weil … die meisten Sprüche einfach, die man da halt an den Kopf geschmissen kriegt, find' ich einfach so dumm. Aber ich hab gehört, dass Freunde davon sehr positiv sprechen. Also ich hab 'ne Freundin, die ist jetzt schon über ein Jahr mit ihrem Freund zusammen, und die hat den kennengelernt über… Plenty of Fish. Bei ihr hat’s halt funktioniert. Aber die hat auch… keine Ahnung, wie oft die da Leute getroffen hat, die hat auch, also, die herrlichsten Stories mir da erzählt… Aber... Also ich glaub', man kann damit richtig viel Spaß haben, man kann damit Glück haben und die Liebe fürs Leben treffen, aber man kann auch einfach nicht den Nerv dafür haben, so wie ich, das halt wirklich durchzuziehen. Ja, keine Ahnung, also [für mich] persönlich ist es nicht wirklich was. Aber ja, ich hab mich halt auch noch nicht so viel damit beschäftigt. Vielleicht sollte ich mich mehr damit beschäftigen und dann klappt’s auch. Aber das heb' ich mir fürs „nach-dem-Studium“ auf. Hihi, wenn ich Zeit dafür habe. Vielleicht sind wir auch noch nicht alt genug dafür? Vielleicht muss man ein gewisses Alter errei[chen], wir sind noch nicht verzweifelt genug? Ich weiß es nicht, ich will nicht sagen, dass meine Freundin verzweifelt ist, aber ich weiß, dass sie fast die letzten zehn Jahre permanent auf Dates war. Ja, also, ich hab den Zwang auch momentan nicht. Bei mir ist das total super, also ich bin Single und mir passt das. 

 

Lisa: Hier ist mein Kumpel Leo:

 

Leo: So gibt’s viele Leute, die halten gar nichts davon, und andere Leute, die kennen halt nichts anderes… Ich gehör' wahrscheinlich eher zur zweiten Kategorie, weil, wie du ja weißt, hat ja meine letzte Beziehung, die ja jetzt erst frisch geendet hat, eigentlich auch nur durch Online-Dating angefangen. Also, ich sag mal, dadurch, dass ich jetzt aus dieser anderen Perspektive das alles sehe – in der Schwulen-Community ist Online-Dating, glaub ich, einfach Normalität – und ich glaub, das ist ein wichtiger Punkt, den man eventuell auch mal ansprechen muss für viele Leute, ich sag mal, die jetzt hetero sind oder keine Ahnung und ... -- zur damaligen Zeit, wenn du halt, sag ich mal, dich geoutet hast oder so was und du bist irgendwo aufgewachsen, wo schwule Leute quasi nicht so sehr akzeptiert werden, ist der einzige Weg, über den man Leute kennenlernen kann, halt Online-Plattformen gewesen, und das ist auch heute noch sehr oft der Fall. Und ja, für mich damals, ich hatte nie Probleme gehabt, sagen wir es mal so, aber ich mein', die letzte größere Stadt, in der ich jetzt gelebt hab, in Deutschland, war halt Magdeburg. Und dadurch, dass es da auch keine konkrete Szene oder irgendwas gegeben hat, hat man sich halt sehr häufig online mit Leuten unterhalten. Und was ich davon halte, ist einfach, was man daraus macht. Ich mein', das kann ein absoluter Alptraum sein. Bei mir ist es immer noch ein Großteil, der dazugehört, also ich würde kaum Leute jetzt irgendwie auf der Straße oder so kennenlernen, weil das einfach sich so verändert hat über den Zeitraum. Ist ein bisschen traurig, aber ich glaube, wenn du die überwiegende Anzahl an Leuten fragst, wo die sich kennengelernt haben, ist es in den meisten Fällen entweder Schule oder Universität oder College oder auf irgendeiner Auslandsreise oder halt online. Also ich denke nicht unbedingt, dass es was Negatives sein muss, es hat sehr viele negative Aspekte in der Art und Weise, wie Leute miteinander umgehen, weil sie so’n bisschen diese Anonymität haben, dass man sich nicht ins Gesicht schauen muss, dass man sagen kann, was man will, man muss ja die Person niemals treffen. Und ich glaub, dadurch ist halt 'ne sehr negative Art und Weise entstanden, wie wir mit Online-Dating umgehen. Wenn man sich jetzt Tinder zum Beispiel mal anschaut, also Tinder hab ich noch nie benutzt, war ich noch nie drin[...], aber es ist ja wirklich hier „swipe left, swipe right“, also ist ja wirklich sehr oberflächlich gehalten, also man gibt sich ja nicht mal, sag ich mal, die Mühe, vielleicht jemanden erst mal anzusprechen, sondern… ich weiß nicht, du hast, glaub ich, ein bisschen mehr Erfahrung…

Lisa: Ich hab’s ungefähr eine Woche ausprobiert, einmal in Dublin und einmal in Berlin… Und ich hab nie jemanden getroffen.

Leo: Aber wie ist das, wenn du nach rechts „swipest“, dann…

Lisa: Ich weiß schon gar nicht mehr, ob es links oder rechts ist, ich weiß nur, dass ich alle weggewischt hab, und man musste einfach so viele wegwischen, und dann hab ich aus Versehen auch alle mit weggewischt, die dann doch irgendwie interessant aussahen. Und das war dann frustrierend.

Leo: Ja, und die Leute kommen ja so in der Hinsicht da auch nicht wieder. Das ist ja fast wie ein Spiel quasi. 

 

Christina: Ich hab nicht wirklich viele Online-Dating-Geschichten, weil ich das nicht so oft ausprobiert habe, und ich glaube, von Anfang an bin ich an dieses Thema Online-Dating mit so 'ner leichten Skepsis [he]rangegangen. Also für mich fühlt sich das halt nicht – nicht "natürlich" ist blöd, weil, was ist schon natürlich?! – aber für mich hat’s immer dann am besten gepasst, wenn man sich schon irgendwie 'ne Zeitlang vom Sehen gekannt hat, also  irgendwo sich immer mal begegnet ist, und dann eben schon sich schon immer so ins Auge gefallen ist, und dann hat man immer mal hier und da schon gegenseitiges Interesse gemerkt, und… ich finde es aber so im Nachhinein, dass das sehr lange gewachsen ist, also dass das auch ne lange Zeit gebraucht hat. Dass man sich wohlfühlt in der Nähe des anderen und dass man den anderen spannend findet und ab dem Moment, wo man dann vielleicht auch mal sich küsst oder so, dass sich das auch wirklich spannend und interessant und gut anfühlt. Und [ich] fand auch gerade immer im Nachhinein die Zeit schön, wo man sich unsicher war, wo gegenseitig man dann immer denkt, „ich find den ja ganz toll, aber findet der mich auch toll? Der hat jetzt zwar das-und-das gesagt, aber vielleicht sagt der das zu jeder,“ und "hmm", und der Andere denkt genau das Gleiche und für das Umfeld ist es so klar, dass da demnächst was läuft, nur man selber ist sich unsicher. Und umso schöner ist es dann halt, wenn man merkt, „okay, da ist es gegenseitig,“ und man dann zusammenkommt. Und ich find' diesen Prozess einfach superschön. In der Schulzeit war das gut möglich, vielleicht auch im Studium, in 'ner kleineren Stadt. Damals hab ich ja noch in Erlangen gewohnt, wo man wirklich sich auch oft über den Weg läuft. Ich glaube, das ist schwieriger jetzt zum Beispiel hier in Berlin, in so 'ner großen Stadt, wo man sich vielleicht einmal sieht und dann nie wieder. Online-Dating ist für mich … ja, man weiß von vornherein eigentlich, was man will. Also, es ist irgendwie... Alle Karten liegen auf dem Tisch, wir sind überhaupt erst in dieser App, um jemanden kennenzulernen, wir wissen also ganz genau, wir suchen 'ne Beziehung, und wenn man sich dann schreibt und wenn man sich kennenlernt, dann ist es ein komisches Liste-abhaken, Abklopfen von Gemeinsamkeiten… Es ist irgendwie so ein ganz bewusster Prozess. Und ich glaube, womit ich noch ein großes Problem habe, ist dann auch wirklich diese Projektion, die sich einstellt. Also dass es vielleicht gar nicht mal wirklich so echtes oder gewachsenes Interesse ist, oder es auf Chemie untereinander beruht, sondern dass man sich irgendwie in dieses Bild, was man da kreiert hat, verliebt, was aber irgendwie auch so’n bisschen schief ist, und ich aber finde, bei Online-Dating viel schiefer, als wenn man normal [irgend]wen kennenlernt. 

Lisa: Aber das ist witzig, dass du’s sagst, ich denk da auch so drüber nach, dass ich das eher mag, wenn man so ungeplant, so zufällig, jemanden kennenlernt, ne? Also wenn das im Freundeskreis oder in der Arbeit oder so passiert, dann lernt man die Person automatisch besser kennen, und da ist nicht von vornherein klar, ob sich da irgendwas entwickeln wird, das ist ganz ungezwungen, dann ist da auch weniger Druck. Aber was ich lustig finde, ist… irgendwie denk ich dann, vielleicht bin ich dann doch ein bisschen romantischer als ich denke, weil irgendwie ist mir das zu, ja, zu unromantisch, oder unsentimental, wenn man so 'ne Liste durchgeht und die Leute wegwischt. Also erstens, dass man die nur erstmal vom Aussehen her beurteilt, also dass nur das Aussehen wichtig ist am Anfang, und dann [dass die Leute] auch einfach so Produkte sind, ne, die man sich aussucht, das ist mir dann irgendwie zu… keine Ahnung, wie soll ich’s beschreiben… aber zu unsentimental irgendwie. 

Christina: Ja, so mechanisch irgendwie.

Lisa: Ja, genau.

Christina: Wie so’n Test… Die-und-die-und-die Kriterien müssen zusammenpassen, und dann jetzt zack, sollte sich einstellen, dass das passt oder sich richtig anfühlt.

 

Jasmin: Ich hab Tim kennengelernt, als ich nach nix gesucht hab. Also, ich glaub, wenn man es zu sehr versucht, wird’s irgendwie nichts. 

Lisa: Ja, glaub ich auch. 

Jasmin: Man muss aufhören zu suchen, und dann passiert’s.

 

Leo: Viele Leute treffen sich halt wirklich auch nur für 'nen One-Night-Stand oder irgendwas. Also, es kommt halt drauf an, was man sucht und wie man, wie gesagt, mit der Sache umgeht. Ich hab aber auch schon einige Leute kennengelernt, mit denen ich jetzt gute Freundschaften führe. Wir haben halt nie was Romantisches dann irgendwie miteinander gehabt, aber [es] hat halt mit 'ner lustigen Konversation irgendwie angefangen, also Leute, die halt nicht irgendwie nur „Hi, wie geht’s dir, wo wohnst du, was hast du an?“ oder so was schreiben, sondern… Ja, manchmal brauchst du halt einfach nur jemanden, der vielleicht einfach mal nur 'nen Witz oder so was macht, und dann kommt man halt in 'ne viel bessere Konversation rein. Und, wie gesagt, ich hab bestimmt so zwei oder drei Leute, die ich halt über so 'ne Dating-App oder so kennengelernt hab, mit denen nie was passiert ist, aber mit denen ich jetzt relativ gut befreundet bin. Ich hab halt auch gute Erfahrungen damit gemacht -- wie gesagt, meine Beziehung, wir waren acht Jahre lang zusammen, und das hat halt online angefangen, über fünf Monate haben wir uns online unterhalten, bis man sich dann mal wirklich kennengelernt hatte, und, wie gesagt, hat halt über acht Jahre, fast neun Jahre, jetzt gehalten. Geht auch!

 

Lisa: Und das war unsere Episode zum Thema Online-Dating. Was sind eure Erfahrungen oder Einstellungen zu diesem Thema? Es würde mich wirklich interessieren. Schreibt mir oder postet einen Kommentar unter dem YouTube Video. In der nächsten Episode geht es um das Thema Lieblingsbücher. Wenn euch dieser Podcast gefällt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr ihm in eurer Podcast-App eine Bewertung hinterlassen könntet und den Podcast mit euren Freunden teilen würdet. Vielen Dank! Passt auf euch auf, bleibt gesund, und bis bald!


Umgangssprachliche Ausdrücke:

hin- und hergerissen sein = zwischen zwei Meinungen schwanken, zwiespältige Gefühle haben
Bumspartner = Sexpartner
etwas an den Kopf geschmissen kriegen / bekommen = hier: sehr direkte Mitteilungen von jemandem erhalten (jemandem [Wörter ] an den Kopf schmeißen / werfen =  jemandem etwas Unangenehmes sagen / jemanden kritisieren)
nicht den Nerv für etwas haben = keine Lust auf etwas haben, nicht die Energie für etwas haben
sich vom Sehen kennen = jemanden schon öfters gesehen haben, aber noch nicht mit ihm/ihr gesprochen haben / jemanden nur flüchtig kennen
Da läuft was (zwischen ... [zwei Personen ]). = Die beiden haben eine sexuelle Beziehung. / Zwischen den beiden entwickelt sich eine sexuelle Beziehung. Man sagt auch oft:  Die beiden haben was miteinander.
von vornherein = von Anfang an